Globale Herausforderung I

Globalisierung gerecht gestalten

| Bild: Globus auf dem ein Junge surft | Wir leben heute in einer globalen Wirtschaft mit unterschiedlichen Arbeitsbedingungen und sozialen Sicherungssystemen, in der die internationalen Verflechtungen stetig zunehmen. Die große Herausforderung ist, die Chancen, welche die Globalisierung bietet, zu nutzen und zugleich die mit ihr einhergehenden Probleme zu lösen.

Weltweite Konkurrenz

Deutschland steht mit vielen Volkswirtschaften in einem harten Wettbewerb. Um Kosten zu sparen, haben einige Unternehmen Arbeitsplätze in Länder verlagert, in denen sie unter kostengünstigeren, jedoch teilweise problematischen Arbeitsbedingungen produzieren können. Dank der Globalisierung sind aber in Deutschland auch viele neue Arbeitsplätze entstanden, denn deutsche Unternehmen haben mehr Möglichkeiten, ihre Produkte in der ganzen Welt anzubieten.

Insgesamt betrachtet hat die deutsche Wirtschaft in den vergangenen Jahren sehr viele Waren in das Ausland verkauft, das heißt exportiert. Deutschland lag in der weltweiten Rangliste sogar stets auf Platz eins und konnte sich mit dem Titel „Exportweltmeister“ schmücken. Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise wird der Export in den kommenden Jahren jedoch deutlich sinken, was auch zu einem Arbeitsplatzabbau führen wird.

Chancen nutzen und Risiken minimieren

Die Globalisierung ist kein Naturereignis, sondern von den Menschen gewollt und gefördert. Sie muss nicht automatisch das Ende der Sozialen Marktwirtschaft bedeuten – allerdings ist es notwendig, dass die gesetzlichen Regelungen immer wieder an die neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Die Bundesregierung setzt sich auch auf internationaler Ebene für eine menschengerechte Sozial- und Beschäftigungspolitik ein. Ziel ist es, weltweit einheitliche Sozialstandards und Arbeitnehmerrechte zu schaffen und gleichzeitig im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Kritiker lehnen die gegenwärtige Form der Globalisierung, die ihrer Meinung nach primär an den Gewinninteressen der Konzerne orientiert ist, allerdings ab. Sie sind davon überzeugt, dass sich das Versprechen, die Globalisierung bringe Wohlstand für alle, nicht erfüllt hat.

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Globali... was?

„Ursprünglich die Bezeichnung dafür, dass die Wirtschaft heute weltweit verflochten ist, weltweite Konkurrenz und Arbeitsteilung herrschen und Informationen dank Satellitentechnik, Fax, Laptop, Mobiltelefon und Internet nahezu gleichzeitig an jedem Punkt der Erde zur Verfügung stehen. Inzwischen wird der Begriff allgemein für die immer stärkere Verkoppelung von Vorgängen rund um den Globus benutzt. Was lokal irgendwo passiert, kann schnell Bedeutung für die ganze Welt gewinnen.“
Quelle: Thurich, Eckart: pocket politik. Demokratie in Deutschland. Hrsg.: Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2006.

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Quelle: Statistisches Bundesamt

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[2 Kommentare]Kommentare
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kuno am 27.11.2008 / 11:21
Glaub ich nicht! In der westlichen Welt sinken die Löhne ja jetzt schon, weil in Entwicklungsländern viel billiger produziert werden kann ... flyandaway am 27.11.2008 / 10:38
Ich glaub, dass unterm Strich durch die Globalisierung die Armen noch ärmer und die Reichen noch reicher werden ...
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