Berufsfindung

Auf dem Weg ins Berufsleben

| Bild: Zwei Mädchen verabschieden sich am Bahnhof | Wer auf dem Arbeitsmarkt mithalten will, braucht als Grundlage eine gute Schulbildung. Mit einem schwachen oder ohne Schulabschluss wird die Suche nach einem Ausbildungsplatz in der Regel schwer. Wer flexibel ist oder sich nach der Schule weiterbildet, erhöht seine Chancen auf den Wunschberuf wesentlich.

Fragen zum Berufseinstieg? Die Arbeitsagentur berät!

Immer noch gibt es mehr Bewerber als Ausbildungsstellen – Flexibilität ist deshalb wichtig: Viele Schulabgänger beginnen ihre Ausbildung in einer anderen Stadt. Manche überdenken ihren Berufswunsch und finden einen Ausbildungsplatz in einer anderen Branche. Generell gilt: Erste Anlaufstelle bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist die kostenlose Berufsberatung der örtlichen Arbeitsagentur. Die Berufsberater wissen, wo es vor Ort offene Stellen gibt, und haben einen Überblick über den bundesweiten Ausbildungsmarkt. Sie informieren auch über die jeweiligen Anforderungen und Bewerbungsfristen. Auf Antrag zahlt die Arbeitsagentur finanzielle Hilfen, beispielsweise Zuschüsse zu Reise-, Bewerbungs- und Umzugskosten oder die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB).

Doch man sollte auch selbst die Initiative ergreifen und in Zeitungen und Stellenbörsen im Internet nach einem Ausbildungsplatz suchen. Ein anderer Weg ist zum Beispiel, direkt bei vorherigen Praktikums- und anderen (regionalen) Unternehmen anzufragen.

Ausbildung im Ausland

Wer sich für eine Aus- oder Weiterbildung im europäischen Ausland interessiert, betritt noch immer Neuland. Denn so vielfältig wie die EU-Länder sind auch ihre Ausbildungssysteme. Gute Möglichkeiten bietet das Programm „Lebenslanges Lernen 2007–2013“, das die folgenden Einzelprogramme vereint; Ansprechpartner sind (Berufsschul-)Lehrer und Ausbilder:

  • Leonardo da Vinci fördert unter anderem die Mobilität von Auszubildenden.
  • Comenius unterstützt Schulpartnerschaften sowie die Mobilität von Schülern und Lehrenden an allgemein bildenden Schulen.
  • Erasmus fördert Studierende bei Aufenthalten an europäischen Hochschulen sowie europaweite Unternehmenspraktika.
  • Grundtvig fördert Kurse und innovative Lehr- und Lernmethoden in der Erwachsenenbildung.

Brücke in die Berufsausbildung

Die „Einstiegsqualifizierung Jugendlicher“ (EQJ) ist ein ausbildungsvorbereitendes Praktikum, das bis zu einem Jahr dauert und als Brücke in die Berufsausbildung dienen soll. Die EQJ endet mit einem anerkannten Zertifikat und kann auf eine spätere Berufsausbildung angerechnet werden. Sie richtet sich speziell an Jugendliche unter 25 Jahren, die bis zum 30. September eines Jahres keinen passenden Ausbildungsplatz gefunden haben.

Noch Lücken nach der Schule? Das BVJ kann helfen!

Wer den Abschluss nicht oder nur mit einem schlechten Durchschnitt geschafft hat, kann seine Chancen durch ein Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) verbessern. Oft entwickeln die Teilnehmer erst im Lauf der einjährigen Schulzeit einen konkreten Berufswunsch, denn im Rahmen eines BVJ werden praktische und theoretische Grundqualifikationen vermittelt.

Ausbildung ohne Betrieb

Wenn es überhaupt nicht mit dem Ausbildungsplatz klappen will, ist eine Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE) eine Alternative. Dabei arbeiten die Auszubildenden nicht in einem „echten“ Betrieb, sondern in vom Staat finanzierten Ausbildungszentren. Hier lernen sie praktische Tätigkeiten, die für den Beruf wichtig sind, und wenden diese in mehrwöchigen Betriebspraktika auch an.

Über die Schule zu einem besseren Abschluss oder einem Beruf

Vielleicht lohnt sich auch der Besuch einer Berufsfachschule (BFS)? Davon gibt es drei verschiedene Richtungen: Bei einjährigen BFS, die eine Grundbildung für bestimmte Berufe vermitteln, kann man nach dem Abschluss in das zweite Ausbildungsjahr einer entsprechenden betrieblichen Ausbildung einsteigen. Zweijährige BFS bieten die Möglichkeit, einen besseren Schulabschluss nachzuholen. Darüber hinaus gibt es BFS, die zu einem „echten“ Beruf führen, etwa im Bereich der Hauswirtschaft oder der Erziehung.

Der Ausbildungsbonus

Speziell für Schulabgänger, die entweder keinen, einen Sonderschul-, Hauptschul- oder schlechten Realschulabschluss haben beziehungsweise sozial benachteiligt oder lernbeeinträchtigt sind, hat die Bundesregierung den Ausbildungsbonus ins Leben gerufen. Arbeitgeber, die einem dieser Jugendlichen eine Chance geben und neue Ausbildungsplätze schaffen, werden vom Staat unterstützt. Der Zuschuss ist abhängig von der Höhe der Ausbildungsvergütung und beläuft sich auf 4.000, 5.000 oder 6.000 Euro. Weitere Infos unter www.ausbildungsbonus.bmas.de
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Quelle: JAV Forschungszentrum Jülich, www.fz-juelich.de

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[2 Kommentare]Kommentare
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flyandaway am 12.01.2009 / 17:02
Danke für die Übersicht! Lukas am 12.12.2008 / 11:37
Das ist sehr hilfreich
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