Berufswahl

Auf dem Weg ins Berufsleben

| Bild: Auf dem Weg | Wer auf dem Arbeitsmarkt mithalten will, braucht als Grundlage eine gute Schulbildung. Mit einem schwachen oder gar ohne Schulabschluss ist es in der Regel schwierig, einen Ausbildungsplatz zu finden. Aber es gibt auch Ausbildungsbetriebe, die händeringend Auszubildende suchen. Wer flexibel ist oder sich nach der Schule weiterbildet, erhöht seine Chancen auf den Wunschberuf wesentlich.

Die ersten Schritte

Immer noch gibt es in vielen Berufen mehr Bewerber als Ausbildungsstellen. Immer noch suchen manche Branchen händeringend nach Azubis. Flexibilität ist also gefragt:
Viele Schulabgänger beginnen ihre Ausbildung in einer anderen Stadt. Manche überdenken ihren Berufswunsch und finden einen Ausbildungsplatz in einer anderen Branche.

Generell gilt: Als erstes sollte man selbst aktiv werden und in Zeitungen und Stellenbörsen im Internet nach einem Ausbildungsplatz suchen. Eine zweite Möglichkeit ist, direkt bei vorherigen Praktikumsbetrieben und anderen (regionalen) Arbeitgebern anzufragen. Eine solche Initiativbewerbung kann sich lohnen. Die nächste Anlaufstelle bei der Ausbildungsplatzsuche ist die kostenlose Berufsberatung der örtlichen Arbeitsagentur. Die Berufsberater wissen, wo es vor Ort offene Stellen gibt, und sie haben einen Überblick über den bundesweiten Ausbildungsmarkt. Sie informieren auch über die jeweiligen Anforderungen und Bewerbungsfristen. Auf Antrag unterstützt die Arbeitsagentur auch finanziell, beispielsweise mit (ermessensabhängigen) Zuschüsse zu Reise-, Bewerbungs- und Umzugskosten oder der einkommensabhängigen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB).

| Bild: Schaubild Ausbildungsberufe
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Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2011

Viele Wege führen zum Ziel

Direkt nach der Schule in der Arbeitswelt durchstarten? Das klappt nicht bei jedem. Für alle, die zunächst keinen geeigneten Arbeitsplatz gefunden haben, gibt es sinnvolle Möglichkeiten, die Zeit bis zur nächsten Bewerbungsrunde für sich zu nutzen.

Brücke in die Berufsausbildung

Die „Einstiegsqualifizierung“ (EQ) ist ein ausbildungsvorbereitendes Praktikum, das bis zu einem Jahr dauert und als Brücke in die Berufsausbildung dienen soll. Die EQ endet mit einem anerkannten Zertifikat und kann auf eine spätere Berufsausbildung angerechnet werden.

Noch Lücken nach der Schule? Das BVJ kann helfen!

Wer den Abschluss nicht oder nur mit einem schlechten Durchschnitt geschafft hat, kann seine Chancen durch ein Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) verbessern. Oft entwickeln die Teilnehmer erst im Lauf der einjährigen Schulzeit einen konkreten Berufswunsch, denn im Rahmen eines BVJ werden praktische und theoretische Grundqualifikationen vermittelt.

Ausbildung ohne Betrieb

Wenn es überhaupt nicht mit dem Ausbildungsplatz klappen will, ist eine Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE) eine Alternative. Dabei arbeiten die Auszubildenden nicht in einem „echten“ Betrieb, sondern in außerbetrieblichen Einrichtungen bei Bildungsträgern. Hier lernen sie praktische Tätigkeiten, die für den Beruf wichtig sind, und wenden diese in mehrwöchigen Betriebspraktika auch an.

Über die Schule zu einem höheren Abschluss oder einem Beruf

Vielleicht lohnt sich auch der Besuch einer Berufsfachschule (BFS)? Bei einjährigen BFS, die eine Grundbildung für bestimmte Berufe vermitteln, kann man nach dem Abschluss in das zweite Ausbildungsjahr einer entsprechenden betrieblichen Ausbildung einsteigen. Zweijährige BFS bieten die Möglichkeit, einen höheren Schulabschluss nachzuholen. Darüber hinaus gibt es BFS, die zu einem „echten“ Beruf führen, etwa im Bereich der Hauswirtschaft oder der Erziehung.

Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst ermöglicht allen Menschen, die ihre Pflichtschulzeit beendet haben, sich in sozialen, kulturellen, ökologischen oder anderen gemeinwohlorientierten Tätigkeitsfeldern zu engagieren – und das über einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu zwei Jahren. Die Sozialversicherungsbeiträge übernimmt die jeweilige Einsatzstelle. Für die Freiwilligen gibt es ein Taschengeld von maximal 330 Euro und sie bekommen zum Abschluss ein qualifiziertes Zeugnis. Weitere Infos unter www.bundesfreiwilligendienst.de



| Bild: Schaubild Duale Ausbildung
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Quelle: JAV Forschungszentrum Jülich, www.fz-juelich.de



Arbeitsaufträge


Erklären Sie die duale Berufsausbildung mithilfe des Schaubilds.
Sven, 16, sagt zu seiner Freundin Meike,16: „Nach der Schule will ich erstmal Geld verdienen, eine Ausbildung kann ich immer noch machen.“
Versetzen Sie sich in die Sitaution von Sven und Meike und führen Sie das Gespräch mit einem Partner weiter.


Stand Juli 2011
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[2 Kommentare]Kommentare
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flyandaway am 12.01.2009 / 17:02
Danke für die Übersicht! Lukas am 12.12.2008 / 11:37
Das ist sehr hilfreich
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