Unfallversicherung

Für den Fall der Unfälle

Unfallversicherung: Bewegungsbild: Ein Fahrradfahrer fährt direkt vor ein Auto.
Zeichnung: Shutterstock/Volodymyr Baleha

Rehabilitation vor Rente

Die gesetzliche Unfallversicherung ist die einzige gesetzliche Sozialversicherung, die ausschließlich vom Arbeitgeber finanziert wird (siehe Schaubild unter Sozialversicherung im Überblick). Sie sichert Beschäftigte gegen die Folgen von Berufskrankheiten, Arbeitsunfällen und Wegeunfällen ab. Gleichzeitig schützt sie den Arbeitgeber vor im Einzelfall hohen Entschädigungsansprüchen eines Beschäftigten bei einem Arbeits- oder Wegeunfall.

Wegeunfälle sind Unfälle, die auf dem direkten Weg zur Arbeit oder zurück nach Hause passieren. Die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt alle notwendigen Kosten für die medizinische Behandlung, Rehabilitationsmaßnahmen und spätere Berufshilfen. Vorrangiges Ziel ist es, den Arbeitnehmer wieder in das Berufsleben einzugliedern. Wenn es nötig ist, wird dem Unfallopfer auch eine Umschulung oder Rente gezahlt.

Träger der Unfallversicherung sind Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, arbeitsbedingte Unfälle, Krankheiten oder Gesundheitsgefahren zu verhindern (Prävention). Sie erlassen Unfallverhütungsvorschriften und fördern außerdem die Erste Hilfe.

Für Arbeitnehmer kostenlos

Anders als bei den übrigen Zweigen der Sozialversicherung brauchen die Arbeitnehmer zur gesetzlichen Unfallversicherung keinen Cent beizusteuern. Sie wird aus den Beiträgen der Unternehmen in der jeweiligen Branche finanziert. Das heißt, der Arbeitgeber zahlt seinen Beitrag an die zuständige Berufsgenossenschaft oder an die Unfallkasse. Diese übernimmt bei einem Unfall die Kosten für den Versicherten. Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind bei den öffentlichen Unfallkassen, den Landesunfallkassen oder den Gemeindeunfallversicherungsverbänden versichert.

Schutz in Kita, Schule und Universität

Kinder in Kindertagesstätten, Schüler und Studierende sind in der Schülerunfallversicherung abgesichert. Im Jahr 2015 waren das nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung rund 17,2 Millionen Menschen. Neben dem Unterricht und dem Schulweg stehen auch Ausflüge, Sport und andere schulische Veranstaltungen unter Versicherungsschutz.

Auch die Schülerunfallversicherung kostet die Versicherten nichts. Die Beiträge für öffentliche Schulen übernimmt der Schulträger, für private Schulen das zuständige Bundesland. Die Leistungen nach einem Unfall reichen wie bei der Unfallversicherung für Arbeitnehmer von Heilbehandlungen über Rehabilitation bis hin zur lebenslangen Rente.

Gemeldete Schulunfälle 2015

Excel-Datei zum Schaubild

Schaubild: Arbeitslosenquoten ausgewählter Personengruppen
Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Statistik Schülerunfallgeschehen 2015

Schutz bei der Arbeit

Unfallverhütungsvorschriften legen genaue Sicherheitsregeln für den Betrieb fest. Sie sind für Betriebe ebenso verbindlich wie gesetzliche Vorschriften. Sie bestimmen,

  • wie man sich am Arbeitsplatz richtig verhält,
  • wie ein Arbeitsplatz und die Maschinen ausgestattet sein müssen,
  • welche Schutzausrüstung getragen werden muss, zum Beispiel Helm, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe,
  • wie oft ärztliche Kontrolluntersuchungen wahrgenommen werden müssen.
     

Unfallverhütungsvorschriften werden von den Trägern der Unfallversicherung, zum Beispiel den Berufsgenossenschaften, erlassen.

Jugendarbeitsschutz

Das Jugendarbeitsschutzgesetz unterscheidet zwischen Kindern unter 15 Jahren und Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren. Es bewahrt Kinder und Jugendliche vor Arbeit, die für sie zu gefährlich oder ungeeignet ist. So bestimmt es zum Beispiel die maximale Dauer der täglichen Arbeitszeit, die Anzahl der Wochenstunden und den Urlaubsanspruch.

Kinder und Jugendliche unterliegen der Schulpflicht, deshalb hat die Schule Vorrang. Auszubildende müssen für ihren Berufsschulunterricht freigestellt werden. Ob das Jugendarbeitsschutzgesetz eingehalten wird, überwachen zum Beispiel die Gewerbeaufsichtsämter beziehungsweise die Ämter für Arbeitsschutz.

Regelungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz

  • Arbeitszeit: höchstens acht Stunden pro Tag bei einer Fünftagewoche und maximal 40 Stunden pro Woche, Ausnahmen in einzelnen Branchen möglich
  • Arbeitsbeginn: frühestes ab 6 Uhr, Ausnahmen in einzelnen Branchen möglich
  • Arbeitsende: spätestens um 20 Uhr für unter 18-Jährige, Ausnahmen in einzelnen Branchen möglich
  • Pause: spätestens nach 4 ½ Stunden eine Pause von mindestens 15 Minuten, mindestens 60 Minuten Pause bei mehr als sechs Stunden Arbeitszeit
  • Urlaub: je nach Alter zwischen 25 und 30 Tage im Jahr für unter 18-Jährige
     

Quelle: eigene Darstellung nach Jugendarbeitsschutzgesetz

 

Die Texte und Bilder entstammen dem Schülermagazin Sozialpolitik
Stand Juli 2017

7 Antworten

Kommentare

Ich finde diese Seite sehr gut, denn es hilft mir bei meinem Schulaufgaben.

Ohne die Leistungen der privaten Unfallversicherung wäre ich nach meinem Unfall nicht so schnell und so gut behandelt worden. Schade das sich in Deutschland eine 2 Klassenmedizin etabliert hat. Und noch viel schlimmer das ich nur in der 2ten Klasse sitze, aber mit einer Zusatzversicherung kann man die soziale Ungerechtigkeit ein bissl ausbüdgeln.

Diese seite helfen mir viel bei meiner Unfall. Ich danken soziel poletk

Ich finde, dieses Seite nicht sehr hilfreich und ich würde sie auch nhiemanden weiter emfehlen! lg Aron

Also: Aufbau: TOP! Rechtschreibung: TOP! Kommentare: TOP! Grammatik: TOP! Farbliche Gestaltung: TOP Fülle an Infos: TOP! Fazit: Die Seite ist TOP!

sehr hilfreich! jetrzt brehe ich mir den arm in der schuhle damit ich mir eine Plastadion 4 kauhfen kann! xd

Ja ich sitze hier im Unterricht und bin total gelangweilt

Neuen Kommentar schreiben