Rentenversicherung 1

Ein Vertrag zwischen den Generationen

Rentenversicherung: Drei Frauen unterschiedlichen Alters aus drei Generationen stehen am Fenster.
Foto: Shutterstock/Yuriy Rudyy

Die gesetzliche Rentenversicherung

Die Rentenversicherung ist der umfassendste Zweig der Sozialversicherung. Sie übernimmt die Kosten zur Alterssicherung und zur Teilhabe am Arbeitsleben bei gesundheitlichen Einschränkungen (siehe Sozialversicherung im Überblick). Die gesetzliche Rentenversicherung wird aus Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemeinsam getragen. Beide zahlen jeweils 9,35 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens des Arbeitnehmers (Stand 2016, siehe Gehaltsabrechnung unter Berufseinstieg). Die gesetzliche Rentenversicherung deckt zwei Drittel aller Altersvorsorgeausgaben in Deutschland ab.

Voraussetzungen und Leistungen:

  • Frauen und Männer zahlen gleiche Beiträge.
  • Die Beiträge sind nicht nach Alter oder Zahl der selbst erzogenen Kinder gestaffelt.
  • Der Rentenversicherungsschutz besteht auch in Zeiten von Krankheit, Arbeitslosigkeit, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen.
  • Wer aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, wird von der Rentenkasse unterstützt, um seine Erwerbsfähigkeit zu verbessern oder wieder zu erreichen.
  • Es gibt eine Rente bei Erwerbsminderung, im Alter und für die Hinterbliebenen.
  • Rentner erhalten einen Zuschuss zum Beitrag für die Krankenversicherung.
     

Zukunft der Rente

Karikatur zum Thema Rente: Ein Arbeiter mit Helm zieht allein ein Boot mit drei Rentnern durch ein nahezu ausgetrocknetes Flussbett. Weiter wartet schon ein noch größeres mit Menschen vollbepacktes Boot mit der Aufschrift Rentner 2025. Der Arbeiter ruft einem kleinen Schuljungen am Ufer zu: Wenn du groß bist, musst du das Boot da hinten ziehen!b
Zeichnung: Waldemar Mandzel, 2011

Wer ist in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert?

  • Angestellte und Arbeiter: Dazu gehören auch Auszubildende, Entwicklungshelfer, Menschen mit Behinderung, die in anerkannten Behindertenwerkstätten arbeiten, freiwillig Wehrdienstleistende und Bundesfreiwilligendienstleistende.
  • Erziehende: Auch Mütter und Väter sind in Zeiten, in denen sie Kinder erziehen, pflichtversichert. Bis zu drei Jahre werden bei der Rente berücksichtigt. In dieser Zeit müssen sie keine Beiträge zahlen, das übernimmt der Staat für sie.
  • Pflegende: Menschen, die mindestens 14 Stunden pro Woche einen pflegebedürftigen Angehörigen betreuen und nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich nebenbei arbeiten, sind ohne eigene Beitragszahlung pflichtversichert. Ihre Beiträge werden von den Pflegekassen übernommen.
  • Selbstständige: Nur bestimmte Berufsgruppen wie Handwerksmeister, Künstler und Hebammen sind laut Sozialgesetzgebung pflichtversichert. Alle anderen Selbstständigen können sich freiwillig versichern und erwerben dann ebenfalls Rentenansprüche. Viele Selbstständige zahlen den Mindestbeitrag von monatlich etwa 84 Euro (Stand 2016), den sie bis auf einige Ausnahmen allein tragen müssen.
     

Die drei Säulen der Alterssicherung

Excel-Datei zum Schaubild

Schaubild Die drei Säulen der Alterssicherung
Quelle: eigene Darstellung

Das Umlageverfahren

Die gesetzliche Rentenversicherung wird seit dem Jahr 1957 über das sogenannte Umlageverfahren finanziert. Das bedeutet, dass das Geld der Beitragszahler direkt für die Zahlung der Renten des nächsten Monats verwendet wird. Ein Rentner erhält sein Altersgeld also aus den Beiträgen, welche die Erwerbstätigen und Arbeitgeber je zur Hälfte im Vormonat gezahlt haben. Wie hoch die Rente ausfällt, hängt davon ab, wie lange der Betreffende vorher berufstätig war und wie viel er verdient und an Beiträgen eingezahlt hat: je länger das Erwerbsleben und je höher der Verdienst, desto höher die Rente.

Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung reichen jedoch schon seit längerer Zeit nicht mehr, um alle Renten auszuzahlen. Deshalb muss der Staat zusätzlich Steuergelder als Bundeszuschuss zur Verfügung stellen. Laut Rentenversicherungsbericht des Bundes waren das im Jahr 2014 rund 67 Milliarden Euro.

Das Kapitaldeckungsverfahren

Für zukünftige Rentner werden die Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung allein nicht mehr genügen, um den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Dafür müssen die heutigen Arbeitnehmer selbst vorsorgen und zusätzlich in eine der beiden Säulen der Alterssicherung einzahlen: die betriebliche oder die private Altersvorsorge. Diese beruhen auf dem sogenannten Kapitaldeckungsverfahren: Jeder spart für seine eigene Rente. Die Höhe der Rente hängt vom angesparten Kapital und dessen Anlageertrag ab. Der Anlageertrag ist wiederum abhängig vom Zinsniveau. Der Staat unterstützt die betriebliche und private Altersvorsorge durch Zulagen und Steuervorteile.

 

Die Texte und Bilder entstammen dem Schülermagazin Sozialpolitik
Stand Juli 2016

9 Antworten

Kommentare

Beim arbeitsblatt hilf die seite nich gänzlich weiter

hilft kein stück weiter zum arbeitsblatt !!!!!

Ich weiß nicht was für ein Arbeitsblatt du hattest, aber mir hat dieser Beitrag sehr geholfen. Arbeitsblatt schreibt man groß! Seite schreibt man im übrigen auch groß!

Ich bearbeite gerade das Arbeitsblatt Sozialpolitik im Jahr 2015, und bei deise Seite hilft mir kein bischen bei diesem Arbeitsblatt. Generell kommt man bei dazugehörigen Links nicht immer bei der richtigen Seite heraus. Und schön für dich das der Beitrag dir gehofen hat, aber deswegen müsst du dich nicht so auffüren. Man könnte auch einfach nichts dazu schreiben befor man sich aufregt.

Ey ich sitze gerade an den Aussagen und hier steht nix zu Altersversicherungen...

@Fps Doug im Übrigen schreibt man auch groß ;)

Kann jmd die Lösung schicken?

will miir jemand die lösungen geben?

Das hilft sehr viel bei einem Arbeitsblatt

Neuen Kommentar schreiben