Hintergrund: Rentenversicherung – nicht nur fürs Alter

Die Rentenversicherung bildet mit der Krankenversicherung, der Unfallversicherung, der Arbeitslosenversicherung und der Pflegeversicherung das System der Sozialversicherung in Deutschland. Wie die Krankenversicherung und die Unfallversicherung geht auch die Rentenversicherung auf die Bismarcksche Sozialgesetzgebung im deutschen Kaiserreich zurück. So wurde im Juni 1889 das Gesetz zur Invaliditäts- und Altersversicherung der Arbeiter vom Reichstag verabschiedet. Das Gesetz sollte vor allem gegen die Arbeitsinvalidität absichern. Die damalige Altersrente war eher ein Zuschuss, der nicht den Lebensunterhalt decken konnte und zudem erst ab dem 70. Lebensjahr gezahlt wurde.

Auch heute wird die Rentenversicherung vor allem mit der Rente im Alter verbunden. Tatsächlich bildet die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland die bei weitem wichtigste und umfangreichste Säule der Alterssicherung vor der betrieblichen und privaten Vorsorge. (Auf die Rente im Alter, die verschiedenen Möglichkeiten der Altersvorsorge und die Rentenreformen wird in den Hintergrundinformationen zur Rentenversicherung ausführlich eingegangen.)

Angesichts der Dominanz des Themas Altersrente in der öffentlichen Diskussion wird schnell vergessen, dass die Rentenversicherung noch zahlreiche weitere Leistungen umfasst. Diese können auch von jüngeren Berufstätigen in Anspruch genommen werden können. Dazu zählen vor allem die Erwerbsminderungsrente, die Hinterbliebenenrente, Leistungen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation sowie die Anrechnung von beitragsarmen und beitragsfreien Zeiten.

Die Erwerbsminderungsrente

Die Erwerbsminderungsrente besitzt innerhalb der Rentenversicherung eine große Bedeutung. Bis vor rund 40 Jahren machte diese Rentenart sogar den größten Anteil der Rentenzahlungen aus. Die Erwerbsminderungsrente soll Einkommenseinbußen, die infolge von Krankheit und Behinderung entstehen, bis zum Eintritt in die Altersrente abmildern. Erwerbsminderungen durch physische Verschleißerkrankungen, die früher vor allem nach einem längeren Berufsleben auftraten, sind inzwischen stark zurückgegangen. Der Anteil von psychischen Erkrankungen als Anerkennungsgrund für eine Erwerbsminderung ist allerdings deutlich auf 42,9 Prozent in 2015 angestiegen. Im Jahr 1993 lag er noch bei 15,4 Prozent.

Voraussetzung für die Erwerbsminderungsrente ist in der Regel eine Wartezeit von mindestens fünf Jahren. Die Wartezeit ist diejenige Zeit, die man mindestens versichert sein muss, bevor man eine Leistung beanspruchen kann. In der Rentenversicherung ist es der Zeitraum, in dem Beiträge gezahlt wurden, inklusive möglicher Anrechnungszeiten wie Mutterschaft oder Arbeitslosigkeit. Zudem muss ein entsprechendes ärztliches Gutachten vorliegen. Darin wird von einem Amtsarzt der Grad der Erwerbsminderung festgestellt und beurteilt, inwieweit Rehabilitationsmaßnahmen die Erwerbsfähigkeit wiederherstellen oder verbessern können. Je nach Grad der Beeinträchtigung wird zwischen voller und halber Erwerbsminderung unterschieden.

Eine volle Erwerbsminderungsrente wird gezahlt, wenn der Versicherte auf absehbare Zeit nicht in der Lage sein wird, täglich mindestens drei Stunden zu arbeiten. Ihre Höhe bemisst sich an der Altersrente und beträgt etwas weniger als ein Drittel des letzten Bruttoeinkommens. Der Deutschen Rentenversicherung zufolge lag die durchschnittliche Rentenhöhe bei voller Erwerbsminderung im Jahr 2015 bei rund 726 Euro im Monat.

Wenn der Versicherte eine Tätigkeit von drei bis unter sechs Stunden täglich ausüben kann, dann erhält er eine halbe Erwerbsminderungsrente. Diese beträgt etwas weniger als ein Sechstel des letzten Bruttoeinkommens. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung betrug die durchschnittliche Rentenhöhe bei halber Erwerbsminderung im Jahr 2015 etwa 413 Euro im Monat.

Um Versicherten, die in jungen Jahren vermindert erwerbsfähig werden, eine bessere Rente zu sichern, bekommen sie eine sogenannte Zurechnungszeit. Wer eine Erwerbsminderungsrente bezieht, wird seit 2014 so gestellt, als hätte er bis zum 62. Lebensjahr Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt. In der Zurechnungszeit wird angenommen, dass der Versicherte den Durchschnittswert seines Einkommens der bisherigen Versicherungsjahre weiterhin einzahlen würde. Anfang Juni 2017 hat der Bundestag weitere Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente beschlossen. Künftig wird die Rente so berechnet, als hätte der Betroffene bis zum 65. Lebensjahr gearbeitet. Dafür wird die Zurechnungszeit zwischen 2018 und 2024 schrittweise angehoben. Allerdings verringert sich der Anspruch auf Erwerbsminderungsrente auch weiterhin um einen Abschlag von maximal 10,8 Prozent wegen des vorzeitigen Rentenbeginns.

Berufsanfänger haben erst Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente, wenn sie mindestens fünf Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Wer in jungen Jahren vermindert erwerbsfähig wird, hat aber in der Regel erst geringe Rentenanwartschaften aufbauen können. Auch wenn durch die die Bedingungen für junge Versicherte durch eine Zurechnungszeit verbessert wurden, ist es für Berufsanfänger sinnvoll, zu Berufsbeginn eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Im Fall der Berufsunfähigkeit zahlt diese an den Versicherten eine monatliche Rente. Da sich die zu zahlenden Prämien am Alter und Gesundheitsrisiko bemessen, ist die finanzielle Belastung für Berufsanfänger vergleichsweise niedrig. (siehe Arbeitsblatt und Schaubild zum Thema Berufsunfähig – was nun?).

Die Hinterbliebenenrente

Die Hinterbliebenenrente soll einen Teil des Unterhalts ersetzen, den die Hinterbliebenen vorher vom Verstorbenen erhalten hatten. Da früher vor allem Männer für Einkommen und Unterhalt in Ehe und Familie zuständig waren, handelte es sich bei den Hinterbliebenenrenten lange Zeit vor allem um Witwenrenten und Waisenrenten. Erst seit dem Jahr 1986 sind diesbezüglich Frauen und Männer gleichgestellt, und es wird auch von Witwerrenten gesprochen. Mittlerweile erstreckt sich die Hinterbliebenenrente auch auf Partner in eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften.

Für die Hinterbliebenenrente muss der oder die Verstorbene in der Regel fünf Jahre rentenversichert gewesen sein. Eine große Witwenrente oder Witwerrente erhalten Hinterbliebene, welche die individuell maßgebliche Altersgrenze erreicht haben (seit 2012 wird sie stufenweise vom 45. auf das 47. Lebensjahr angehoben), ein eigenes Kind oder ein Kind des Verstorbenen erziehen, welches das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, oder erwerbsgemindert sind. Treffen diese Bedingungen nicht zu, erhalten sie eine kleine Witwenrente oder Witwerrente.. Der Altersgrenze liegt die Überlegung zugrunde, dass jüngere Menschen besser und schneller für ihren eigenen Lebensunterhalt aufkommen können als Ältere. Die Höhe der Hinterbliebenenrente bemisst sich prozentual an der Rente des Verstorbenen: Die kleine Witwenrente oder Witwerrente beträgt 25 Prozent der Rente des Verstorbenen, die große 55 Prozent. Mit einer späteren, neuerlichen Eheschließung oder Lebenspartnerschaft erlischt jedoch der Anspruch auf die Hinterbliebenenrente.

Witwenrenten und Witwerrenten werden prinzipiell lebenslang gewährt. Vollwaisen und Halbwaisen erhalten Rentenzahlungen bis zum Erreichen der Volljährigkeit beziehungsweise bis zum 27. Lebensjahr, wenn Sie eine Ausbildung absolvieren. Die Vollwaisenrente beträgt 20 Prozent der Renten der beiden Verstorbenen plus Zuschlag, die Halbwaisenrente 10 Prozent der Rente des Verstorbenen plus Zuschlag.

Da immer mehr Menschen eigene Altersrenten beziehen, hat die Bedeutung der Hinterbliebenenrente abgenommen. Im Jahr 2014 wurden 16,4 Prozent der Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung für die Hinterbliebenenrente verwendet. Meistens verdienen auch heute noch Männer den Großteil des Familieneinkommens: Mehr als 80 Prozent aller Hinterbliebenenrenten gehen an Frauen, und diese Witwenrenten sind durchschnittlich höher als die eigene Altersrente der Frauen. Immer mehr Frauen sind erwerbstätig, und damit steigen auch die Ansprüche von Frauen auf eine Rente im Alter. Da Frauen aber nach wie vor weniger verdienen als Männer, hat die Hinterbliebenenrente nach wie vor eine wichtige Funktion bei der Vermeidung beziehungsweise Begrenzung der Altersarmut von Frauen.

Maßnahmen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation

Die Kosten für eine gesundheitliche Rehabilitation nach einer langwierigen oder schwerwiegenden Krankheit werden von unterschiedlichen Trägern übernommen. Neben der gesetzlichen Krankenversicherung und Unfallversicherung sowie der Agentur für Arbeit und der Sozialhilfe übernimmt auch die gesetzliche Rentenversicherung Leistungen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation. Die Rentenversicherung übernimmt die Kosten für den Erhalt, die Wiederherstellung oder die Verbesserung der Gesundheit, wenn die Erwerbsfähigkeit des Versicherten bereits gemindert oder bedroht ist. Hierbei gilt der Grundsatz Rehabilitation vor Rente.

Die Rentenversicherung bezahlt medizinische Leistungen wie Behandlungen, Therapien und Kuren. Daneben finanziert sie auch Maßnahmen, die unmittelbar der Wiedereingliederung in das Erwerbsleben dienen. Diese werden auch Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben genannt. Sie reichen von der Kostenerstattung für spezielles Büromobiliar über Umschulungen und Weiterbildungen bis hin zu finanziellen Zuschüssen an Arbeitgeber bei einer Neubeschäftigung oder Weiterbeschäftigung betroffener Arbeitnehmer. Der Versicherte kann auch direkt Zahlungen erhalten, zum Beispiel Übergangsgelder wenn die Entgeltfortzahlung der Krankenkasse ausläuft.

Für eine medizinische oder berufliche Rehabilitation muss der Versicherte mindestens 15 Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung geleistet haben. Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung zur medizinischen Rehabilitation betrugen im Jahr 2014 3,33 Milliarden Euro. Damit übertrafen sie bei weitem die Ausgaben zur Teilhabe am Arbeitsleben mit 0,80 Milliarden Euro im selben Jahr.

Nicht beitragsgedeckte Leistungen

Neben der Altersrente, Erwerbsminderungsrente, Hinterbliebenenrente und Rehabilitationsmaßnahmen finanziert die gesetzliche Rentenversicherung auch noch weitere Leistungen. Sie umfassen Zahlungen und Anrechnungen für Zeiten, in denen der Versicherte keine oder nur geringe Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Hierzu zählen vor allem Kindererziehung, Schwangerschaft, Ausbildung, Ausbildungssuche, Arbeitslosigkeit, Krieg, Wehrdienst und Vertreibung. Diese Zeiten werden für die Rente angerechnet beziehungsweise höher bewertet als die tatsächlich geleisteten Beiträge und Beitragsjahre. Zu diesen sonstigen Leistungen gehören auch Renten an Spätaussiedler, die nicht oder nur unzureichend in die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland eingezahlt haben.

Da diese Leistungen nicht über die Beitragszahlungen der Versicherten gedeckt sind und nicht zu den eigentlichen Aufgaben der Rentenversicherung zählen, werden sie auch als versicherungsfremde Leistungen bezeichnet. Ihre Finanzierung erfolgt über Zuschüsse, Beiträge und Erstattungen aus dem Bundeshaushalt, also aus allgemeinen Steuermitteln.

Welche Rentenzahlungen allerdings genau als versicherungsfremd bezeichnet werden sollen, ist umstritten. Einige Volkswirtschaftler plädieren dafür, sämtliche Leistungen, die nicht ausreichend über Beiträge gedeckt sind, als versicherungsfremd zu bezeichnen, zum Beispiel auch Bestandteile der Hinterbliebenenrente und der Frühverrentung. Andere argumentieren, dass die gesetzliche Rentenversicherung als Teil des Sozialsystems die Aufgabe des sozialen Ausgleichs hat. Darum müsse sie auch die nicht über Beiträge gedeckten Leistungen tragen. Die Abgrenzung der versicherungskonformen von den versicherungsfremden Leistungen ist daher auch abhängig vom sozialpolitischen Standpunkt.

Die Finanzierung der Rentenversicherung

Die Rentenversicherung wird zunächst im sogenannten Umlageverfahren direkt über die Beiträge der Versicherten und ihrer Arbeitgeber finanziert. Dieses Geld wird im Folgemonat als Renten an die heutigen Ruheständler ausgezahlt. Mit ihren Beiträgen erwerben die Versicherten den Anspruch, später selbst einmal eine Rente zu beziehen. Diesem Verfahren liegt das Solidarprinzip zugrunde, es bildet die Basis für den sogenannten Generationenvertrag. Weitere ausführliche Informationen zum Generationenvertrag und zum demografischen Wandel gibt es in den Hintergrundinformationen Demografischer Wandel.

Da die Beitragseinnahmen zur Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung nicht ausreichen, zahlt der Staat jährlich Zuschüsse aus Steuermitteln, um die versicherungsfremden Leistungen abzudecken. Im Jahr 2015 beliefen sich die allgemeinen und zusätzlichen Bundeszuschüsse auf rund 67 Milliarden Euro. Dies entsprach etwa 25 Prozent der Einnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung. Dieser Anteil ist in den letzten Jahren recht stabil geblieben. Es gibt jedoch keine exakten Berechnungen, inwieweit die Bundeszuschüsse zur Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen ausreichen. Kritiker befürchten, dass ein Teil dieser Leistungen auch über die Beiträge der Versicherten finanziert werden. Sie plädieren daher für einen höheren Bundeszuschuss, um den Beitragssatz in der Rentenversicherung verringern zu können.

Insgesamt beliefen sich die Ausgaben der Rentenversicherung im Jahr 2015 auf 277 Milliarden Euro. Das waren fast ein Drittel aller Sozialausgaben und der größte Posten innerhalb des Sozialleistungssystems. Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung sind in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen und haben sich zwischen 1991 und 2015 verdoppelt: Im Jahr 1991 betrugen die Einnahmen 139 Milliarden Euro und stiegen auf 276 Milliarden Euro in 2015. Die Ausgaben lagen 1991 bei 134 Milliarden Euro, in 2015 bei 277 Milliarden Euro. Aufgrund der demografischen Entwicklung mit zunehmend mehr älteren Menschen und einer wachsenden Lebenserwartung ist damit zu rechnen, dass die Ausgaben und das Defizit weiter steigen werden.

Herausforderungen an die Rentenversicherung

Der demografische Wandel ist die größte Herausforderung für die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung. Die durchschnittliche Rentenbezugsdauer von Frauen hat sich von 10,6 Jahren in 1960 auf 21,1 Jahre in 2015 fast verdoppelt. Die durchschnittliche Rentenbezugsdauer von Männern hat sich im selben Zeitraum um den Faktor 1,8 auf 17,7 Jahre erhöht. Im Jahr 1990 finanzierten noch knapp drei Berufstätige mit ihren Beiträgen die Rente eines Ruheständlers, im Jahr 2010 waren es nur noch zwei. 2030 werden voraussichtlich nur noch rund anderthalb Beitragszahler die Rente für einen Ruheständler zahlen.

Um die Rentenversicherung weiterhin finanzieren zu können, könnten die Beiträge entweder erhöht oder die Leistungen reduziert werden. Beides ist jedoch weder volkswirtschaftlich sinnvoll noch sozial gewünscht und würde den Generationenvertrag gefährden. Die Bundesregierung verfolgt deshalb das Ziel, das Renteneintrittsalter schrittweise zu erhöhen (siehe Hintergrundinformationen und Materialien zum Thema Rente mit 67). Außerdem soll die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse gesteigert werden. Dies kann vor allem über die Gewinnung von ausländischen Arbeitskräften gelingen, aber zum Beispiel auch durch Maßnahmen zur Förderung der Erwerbstätigkeit von Frauen. Der Staat fördert außerdem die private und betriebliche Altersvorsorge durch Zulagen und Steuererleichterungen, zum Beispiel im Rahmen der Riester-Rente. Die betriebliche Altersvorsorge soll weiter ausgebaut werden.

Kritiker befürchten, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen werden, um die Rente zukunftssicher zu gestalten. Sie fordern eine grundlegende Reform des Rentensystems. Zu Ihren Vorschlägen gehört die Umwandlung der gesetzlichen Rentenversicherung in eine Bürgerversicherung, in die auch Beamte, Selbstständige und Unternehmer einzahlen. Einige wollen die Finanzierung der Rentenversicherung komplett vom Umlageverfahren auf ein Steuersystem umstellen. Andere fordern, die Leistungen stärker an den individuell geleisteten Beiträgen auszurichten.

Die Reformvorschläge zeigen, dass die Rentenversicherung in ihrer jetzigen Form nicht unveränderlich, sondern politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Überlegungen und Diskussionen ausgesetzt ist. Das wichtigste Ziel bleibt, die Bevölkerung gegen die Risiken des Alters zu sichern und vor Altersarmut zu bewahren.

 

Stand: Juli 2017

3 Antworten

Kommentare

Leider nehmen Sie keinen Bezug auf die unglaublichen Lasten, die die Regierungen im letzten Jahrzehnt den Rentnern aufgebürdet hat. Es wird mimer noch so dargestellt, als leben die Rentner im Schlaraffenland. Das ist bei Weitem nicht so und die Altersarmut vieler Rentner wird noch zunehmen. Nur vier Beispiele, die kein normaldenkender Bürger nachvollziehen mann.. 1. Wenn die Beitragssätze zur Rentenversicherung steigen, fällt die Rentenerhöhung niedriger aus. Tolle Formel. 2. Die Rentner müssen die Beiträge zur Pflegeversicherung alleine tragen.Dieser wird regelmäßig erhöht und mindert damit das Nettoeinkommen der Rentner. Der Inflationsausgleich ist in weiter Ferne. 3. Die Rentner erhalten nicht den ermäßigten Krankenkassen Beitragsatz, obwohl es ja für sie keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt. Dafür wurde ja der erhöhte Beitragssatz einmal eingeführt. 4.Da soll der Bürger zusätzllich privat für das Alter vorsorgen und wenn man es getan hat, kassiert der Staat (Krankenkassen) über 17% des Versicherungsbetrages ab. (Direktversicherung) Diese 4 Punkte zeigen, wie die Politik Mechanismen eingebaut hat, die es ermöglicht, die Einkommen der Rentner nach Gutsherrenart zu ändern. Mit freundlichen Grüßen

Die kleine Witwenrente Sie erhalten die kleine Witwenrente, wenn Sie > das 47. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, > nicht erwerbsgemindert sind und > kein Kind erziehen. Sie beträgt 25 Prozent der Rente, auf die Ihr Ehepartner zum Zeitpunkt seines Todes Anspruch gehabt hätte. Ist Ihr Ehepartner vor seinem 65. Geburtstag gestorben, wird die kleine Witwenrente um einen Abschlag gemindert (siehe ab Seite 26). Die kleine Witwenrente ist auf 24 Kalendermonate (zwei Jahre) nach dem Tod des Ehepartners begrenzt. Denn der Gesetzgeber geht davon aus, dass Sie nach einer solchen Übergangszeit selbst für Ihren Lebensunterhalt sorgen können. Falls für Sie das „alte Recht“ gilt (siehe hierzu Seite 6), bekommen Sie die kleine Witwenrente unbegrenzt. siehe im Internet unter folgendem Link http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/hinterbliebener_hilfe_in_schweren_zeiten.pdf?__blob=publicationFile&v=17

Vielen Dank für Ihren Hinweis, den wir berücksichtigt haben. Freundliche Grüße, K. Rieger, Redaktion Sozialpolitik

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